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Clubturnier 2026

Clubturnier 2026 – Weltgeschichte auf dem Inseli

Liebe Freunde des gepflegten Racketsports

die Weltgeschichte ist voller grosser Wendepunkte: Die Römer bauten Strassen, Gutenberg erfand den Buchdruck, der Mensch landete auf dem Mond – und 2026 führte der TC Konolfingen erstmals Gruppenspiele in den ersten Runden ein.

Ob dieses Ereignis dereinst im Geschichtsunterricht behandelt wird, ist offen. Für unser Clubturnier war es aber eine kleine Revolution. Nicht bereits nach einer Niederlage sollte die persönliche Turniergeschichte beendet sein. Auch die etwas weniger sieggewohnten Spielerinnen und Spieler sollten mehrere Matches bestreiten können – und gleichzeitig Clubmitglieder kennenlernen, gegen die sie bisher vielleicht nur beim Apéro gespielt hatten.

Dank des schönen Wetters konnten alle Gruppenspiele problemlos ausgetragen werden. Während Feldzüge der Weltgeschichte an Regen, Schnee und Schlamm scheiterten, meinte es Petrus mit dem TCK gut.
So kam es am Samstag, 12. September 2026, bei bestem Tenniswetter zum Finaltag.

Clubmeister Herren: Valentin Renfer – Ueli Studer 3:6, 6:1, 6:3
Ueli startete stark, doch Valentin schlug zurück und holte sich die nächsten beiden Sätze. Damit gelang ihm gleichzeitig die Revanche für das letztjährige Finale.
2025 gehörte das Reich Ueli – 2026 übernahm Valentin den Thron.

Clubmeisterin Damen: Christine Stahlberger – Monika Niklaus-Luethi 4:6, 7:5, 6:2
Monika gewann den ersten Satz und führte im zweiten bereits 5:2 – inklusive Matchbällen. Die Krönungszeremonie konnte eigentlich vorbereitet werden. Christine hatte jedoch das Drehbuch nicht gelesen, kämpfte sich zurück und drehte die Partie komplett. Die Lehre:
Ein Matchball ist noch kein Pokal – und eine 5:2-Führung offenbar auch nicht.

Herren Doppel: Raphael Ris / Lars Niederhauser – David Inderwildi / Marc Stahlberger 6:2, 6:4
Dave und Marc legten einen fulminanten Start hin, ehe sich das Blatt wendete. Raphael und Lars übernahmen die Kontrolle – und aus dem starken Beginn wurde irgendwann ein historischer Rückblick nach dem Motto: «Weisst du noch, wie gut wir angefangen haben?»

Damen Doppel: Silvia Bigler-Stucki / Carmela Rindlisbacher – Mathangi Babu / Larissa Salvi 6:2, 6:2
Unsere Nachwuchshoffnungen Mathangi und Larissa trafen auf die routinierten Silvia und Carmela. Die Jugend brachte Energie und Zukunft, die Routine Erfahrung und Übersicht. Noch gehört die Gegenwart den Routinierten – die nächste Generation klopft aber bereits an die Tür.

Herren R5–R7: Soundararajan Babu – Fabio Kern 6:4, 7:6
Ein enges Duell, das im zweiten Satz erst im Tiebreak entschieden wurde. Grenzen wurden keine verschoben – die Grundlinie wurde aber zeitweise verteidigt, als hinge die Zukunft Europas davon ab.

Herren R8–R9: Raphael Ris – Christian Eicher 2:6, 6:4, 6:3
Dieser Final fand bereits vorher statt. Christian holte den ersten Satz, Raphael drehte die Partie und gewann zwei Tage später auch noch das Herren-Doppel. Andere sammeln Briefmarken – Raphael sammelte in dieser Woche lieber Clubturniertitel.

Herren 50+: Urs Schüpbach – Urs Moser 6:0, 6:0
Schon vor dem Match war sicher: Der Sieger würde Urs heissen. Das Resultat wirkt deutlich, die Partie war jedoch wesentlich umkämpfter, als es die Nullen vermuten lassen. Immerhin können beide später völlig korrekt erzählen: «Im Final gewann Urs.»

Mixed Ü55/Ü60: Yvonne Kürsteiner / Kurt Sägesser – Willy Hugelshofer / Andres Schneider 6:1, 7:6
Hier stand vor allem eines auf dem Platz: Erfahrung. Und dann war da noch Willy, Jahrgang 1938, der gegenüber den anderen nochmals rund 20 Jahre zusätzliche Erfahrung mitbrachte. Andere nennen das Altersunterschied – wir nennen es «taktischer Vorteil». Nach einem klaren ersten Satz wurde es im zweiten richtig eng, ehe Yvonne und Kurt den Tiebreak für sich entschieden.

Das Mixed-Finale Pascal Erne / Silvia Bigler-Stucki gegen Daniela Renfer / Valentin Renfer konnte leider nicht stattfinden und wird noch nachgeholt. Die Geschichtsschreiber halten dafür noch eine Seite frei.

Was bleibt? Vor allem die Erkenntnis, dass sich die neue Gruppenphase bewährt hat: mehr Matches, mehr Begegnungen und mehr Möglichkeiten für alle, länger Teil des Turniers zu bleiben. Denn ein Clubturnier besteht nicht nur aus Resultaten und Pokalen, sondern aus Begegnungen, Emotionen und gemeinsamen Stunden auf dem Inseli.

Ein herzliches Dankeschön an alle Spielerinnen und Spieler, Zuschauerinnen und Zuschauer sowie an alle, die im Hintergrund zum Gelingen beigetragen haben.


Und so wissen wir nach dem Sommer 2026 etwas mehr über Weltgeschichte: Die Römer hatten ihre Arenen – wir haben das Inseli. Eine 5:2-Führung ist noch kein Eintrag ins Geschichtsbuch, ein 6:0, 6:0 erzählt nicht immer die ganze Geschichte und Revolutionen beginnen manchmal nicht in Paris, sondern einfach mit einer Gruppenphase beim TC Konolfingen.

Geschichte wird angeblich von den Siegern geschrieben – die besseren Geschichten im Clubhaus erzählen danach meistens die anderen.

In diesem Sinne: Bis bald auf dem Inseli!
Daniel Jauch – Spiko
Turnier